Generalversammlung (18/19)

Der UHC Elgg: Zwischen nationalen Begehrlichkeiten und lokaler Verankerung

In seinem dritten Amtsjahr durfte Vereinspräsident Silvio Dürr im Rahmen der bereits 25. Generalversammlung an die vierzig Vereinsmitglieder sowie interessierte Eltern im Saal des Restaurants Eintracht begrüssen.

In der juristischen Aufarbeitung und Besiegelung des vergangenen Vereinsjahrs wurde der junge Elgger dabei wie gewohnt kompetent sekundiert von Simon Lutz, seines Zeichens amtierender Kassier. Dieser durfte den Anwesenden erneut einen erfreulichen Rück- und Ausblick auf allerlei Zahlen präsentieren. Dass sich der Unihockeyverein bei substanziell gestiegenen Verbandsabgaben weiterhin finanziell äusserst gesund präsentieren darf, ist gemäss Lutz’schen Ausführungen keine Selbstverständlichkeit und grundsätzlich wie ausdrücklich primär mit Verweis auf die zahlreichen und treuen Sponsoren in Elgg und Umgebung zu würdigen.

Was die derzeitige Bandbreite der Vereinsaktivitäten anbelangt, rückte Hauptredner Dürr sodann die Balance zwischen (Leistungs-)Sport auf höchstem Schweizer Kleinfeld-Level sowie Engagement bezüglich nachhaltiger Juniorenarbeit und gesellschaftlichen Anlässen auf Gemeindeebene in den Vordergrund. Während das Fanionteam im Ligacup bei rund 250 teilnehmenden Vereinen wiederum unter die landesweit 16 besten Mannschaften vorstiess, sich erst im Spätherbst vor einer Rekordkulisse dem späteren Double-Gewinner aus Cazis GR geschlagen geben musste und in den kommenden Jahren hoffentlich um den Aufstieg in die höchste Liga spielt, scheint der Gesamtverein nämlich weiterhin gut daran zu tun, wenn er in Sachen geduldiger Nachwuchsförderung sowie regelmässiger Gemeindearbeit bewusste Kontra(st)punkte zur neuen sportlichen Erwartungshaltung setzt. In diesem Sinne thematisierte Dürr denn auch eingehend die Rolle und das Selbstverständnis eines Dorfvereins, äusserte sich zur gelungenen Integration der ehemaligen A-Junioren und durfte als Beweis hierfür mit dem 19-jährigen Simon Kiss ein neues Vorstandsmitglied präsentieren. Weiter verwies der Präsident sichtlich stolz auf die überaus erfolgreiche Mannschaft der C-Junioren, welche in der vergangenen Spielzeit weitaus ambitioniertere Grossvereine wie die Grasshoppers aus Zürich hinter sich liess und sich sensationell für die finale Regionalmeisterschaft qualifizierte.

Als Zeichen der Wertschätzung für besondere Verdienste rund um das Vereinsleben wurden mit Pascal Küpfer, Jannis Burr und Elena Stockmann erstmals gleich drei VereinsheldInnen gekürt. Der Vorstand überreichte den Auserwählten traditionsgemäss ein personalisiertes T-Shirt und geizte nicht mit Lobeshymnen. Mit Christoph Wüthrich, dem neuen Spielertrainer des Herren 1, wurde zudem ein weiterer verlorener Sohn nach etlichen Jahren beim HC Rychenberg Winterthur herzlich willkommen geheissen. Ein Transfer mit Signalwirkung, soll der Dorfverein gegenüber abtretenden Leistungssportlern doch auch weiterhin attraktiv bleiben. Umso schöner deshalb, wenn Ehemalige dem Unihockeysport im Besonderen sowie dem Dorfleben im Allgemeinen nach erfolgter Medaillensammlerei in der Grossstadt etwas zurückgeben

Es blieb abschliessend wiederum Silvio Dürr beschieden, den Blick auf die neue Saison 2019/2020 zu richten. Als grosses Highlight kündigte dieser das bevorstehende Vereinsjubiläum (25 Jahre UHC Elgg) an. Man darf bereits jetzt also definitiv gespannt auf die Feierlichkeiten im Sommer 2020 blicken. Natürlich wird der UHC Elgg zuhanden der ”Bring&Hol-Aktion” auch wieder seine stärksten Vereinsmitglieder zur Verfügung stellen und anlässlich des Grümpi Elgg den Unihockeystock gegen Schienbeinschoner und Nockenschuhe austauschen.

Gerne bedankt sich der UHC Elgg zudem an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Sponsoren, welche den jährlichen Spielbetrieb und das vielfältige Vereinsleben überhaupt erst ermöglichen und allen Sympathisanten, Fans und Eltern der JuniorInnen für die tolle Unterstützung. Ein grosses Dankeschön zudem auch an Stephan Schild, welcher stets einen freundlichen und hilfsbereiten Umgang mit dem Dorfverein pflegt.

Nun soll die Sommerpause für fleissige und abwechslungsreiche Trainings genutzt werden, um dann pünktlich zur neuen Saison wieder bereit zu sein.

Bis bald und Hopp Elgg!

Marco und Diego Mörgeli

 

Dieser Beitrag erschien am Samstag, 8. Juni 2019, auch in der Elgger Zeitung.