Grossfeld Cup (1/128-Final)

Züri Oberland Pumas vs. UHC Elgg 4:3 n.V.

Jeweils im späten Frühling, wenn in den umliegenden Dörfern die Schwimmbäder bereits ihre Tore öffnen, lassen die Elgger Herren für einen oder zwei Abende ihre teilweise urbane Vergangenheit im Rahmen des unspektakuläreren, etwas trägeren Formats des Grossfelds aufleben. Zumeist waren diese Ausflüge allerdings von kurzer Dauer. Das ehemals fehlende taktische Knowhow liess sich durch stupende Technik und Chügelereien aller Art nicht immer restlos kaschieren. Nach dem letztjährigen Achtungserfolg gegen das einst stolze NLB-Team vom Zürichsee, durfte – ja gar musste – das neu formierte Team gegen den zugelosten Underdog aus der 2. Liga GF kraft der eigenen Vernunft jedoch auf Sieg spielen.

Der UHC Elgg spielte ergo schnörkellos und technisch behände auf, zeigte sich im Vergleich der Einzelspieler überraschend krass überlegen, vermochte es jedoch partout nicht, früh die Führung an sich zu reissen, was primär an der mangelnden Effizienz lag. Fast zu einfach wurde gleichwohl die Mittelzone be- und überspielt, fleissig kombiniert und generell gute Entscheidungen getroffen, während sich die Pumas des Öfteren des klassischen hohen Balles behalfen. Dass die Oberländer selber keine Mühe mit dem Toreschiessen bekundeten, bewiesen sie mit einem Vorsprung von rasch erzielten drei Toren. Dass allen Gegentreffern unnötige, weil vermeidbare Missgeschicke in den Auslösungen der Elgger vorausgingen, war in erster Linie Problem der Gäste. Glücklicherweise liessen sich diese nicht allzu fest auf eine emotionale Aufarbeitung der eigenen Unzulänglichkeiten ein, sondern spielten mutig weiter, suchten ihr Heil in der Offensive und fanden im dritten Drittel tatsächlich wieder den Anschluss. Sowohl Büchi und Langenegger mit zwei herrlichen Weitschüssen wie auch Beuggert mit einem Abschluss nach schöner Kombination illustrierten wie einfach es hätte sein können oder – wie erwähnt – hätte sein müssen. Ungeachtet der gefühlten 70% Ballbesitz trottete das Fanionteam nämlich nach 65 Minuten erdrückender Ineffizienz mit insgesamt vier Stangentreffern als Verlierer vom Feld. Der vierte Eigenfehler war sodann wiederum die eine Nonchalance zu viel, die Verlängerung zu Ende, die Enttäuschung letztlich doch gross.

So gilt der Fokus ab sofort wieder der Welt des Kleinfelds. Es bestätigte sich die Einschätzung, dass man an einem normalen Abend ein 2. Liga-GF Team grundsätzlich ohne Probleme besiegen müsste. Und damit die Einsicht, dass man an einem normalen Sonntagmorgen auch eine durchschnittlich besetzte 2. Liga-KF Mannschaft in die Schranken weisen müsste. Was man nicht alles ohnehin muss.

Ein herzliches Dankeschön an die Züri Oberland Pumas für die unkomplizierte und professionelle Austragung der Cuppartie sowie den Spielleitern fürs jederzeit kompetente Arbitrieren.

D.M.