Ligacup (1/64-Final)

In der Woche, in welcher die „neue Mannschaft“ vom Herren 1 gleich zwei Cup-Partien zu absolvieren hatte, wartete mit Mönchaltorf nach Zürisee Unihockey sogleich der zweite Gegner vom Pfannenstiel.

Nach dem Minierfolg im Grossfeld Cup und der knappen Niederlage (8:7) gegen die favorisierten Goldküsten-Herren, war der Erfolgshunger im Kleinfeld Cup umso grösser. Die Devise vom Coaching-Staff rund um Langenegger war indes klar. Man sollte mit viel Selbstvertrauen, jedoch nicht arrogant agieren. Er sprach damit die erstaunliche Entwicklung vom Herren 1 an: Das Fanionteam hat sich seit dem Aufstieg in die 2. Liga und mit den weiteren Verpflichtungen von Leuzinger, welcher eine rabiate Durchschlagskraft auf den Platz bringt, sowie dem älteren Büchi mit den flinken Händen weiter erneuert. Die „neue Elggermannschaft“ ist jünger, dynamischer, kreativer, schneller mutiger und talentierter. Das wohl beste Kader der Vereinsgeschichte. Die eigene Erwartungshaltung in der Kabine ist entsprechend. Ein „Easy-Win“ gegen den unterklassigen Gegner aus dem ehemaligen Sumpfgebiet am Greifensee sollte her.

Der Auftakt in die Partie gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Anfänglich spielte man zu überhastet und zu wenig konsequent, daraus resultierte sogleich der frühe Gegentreffer. Nach und nach fanden die Elgger immer besser in die Partie. Leuzinger, welcher sich in einer prächtigen Form präsentierte, eröffnete auf Zuspiel von Langenegger den Score für die Elgger.

Nun hatten die Elgger die anfängliche Nervosität abgelegt und die Tormaschinerie hatte die Betriebstemperatur erreicht. Ein Tor nach dem anderen durfte von den zahlreichen Zuschauern frenetisch bejubelt werden. Kurz vor der Pause musste man dennoch einen weiteren Gegentreffer zum 8:2 hinnehmen. Trotz offensiver Power wirkten die Elgger defensiv nicht ganz so sattelfest, wie noch aus der vergangen Saison gewohnt. Zu viele Abschlüsse fanden den Weg aufs eigene Gehäuse und mussten pariert werden. Nichtsdestotrotz machte sich das „Herren 1“ mit breiter Brust auf zum Pausentee.

Anpfiff ins zweite Drittel, Bullygewinn der Mönchaltorfer, Schuss und Tor…Was für ein kapitaler Fehlstart ins Mitteldrittel. Was folgte war schlicht und einfach zu wenig, die schwache Darbietung im Mitteldrittel der Elgger liess die Mönchaltorfer nochmals Mut schöpfen, das Momentum schien auf die Seite der Mönchaltorfer zu kippen. Das Restultat zum Ende des Mitteldrittels: 11 : 5. Eigentlich noch ein komfortabler Vorsprung. Nicht das Resultat liess Beunruhigung aufkommen, sondern die Körpersprache und Spielweise der Elgger. Es gelang nicht, die technische Überlegenheit in eigenen Ballbesitz umzumünzen. Das führte dazu, dass man sich zum klassischen Konterspiel hinreissen liess. Gleichwohl attraktiv für die Zuschauer, jedoch pures Nervengift für die Coaches rund um Langenegger und Hux.

Die Ansprache fiel jedoch nicht wie gewohnt lautstark, sondern besonnen und überlegt aus. Freude am Spiel und sich seinen eigenen Qualitäten bewusst sein, das sollte das Rezept sein. Rein resultatmässig bestand auch in keiner Weise Grund zur Sorge.

Der Schlussabschnitt begann, wie das Mitteldrittel begonnen hatte. Ach du meine Güte, nicht schon wieder… Das 11:6, eine Kopie des 8:3.Wie ärgerlich! Der Gegner, umso mehr beflügelt, agierte schon früh zu viert ohne Torhüter und das mit Erfolg. Bis zum Schluss addierten sich 14 Gegentreffer. Glücklicherweise konnte Schmid mit einem herrlichen Sololauf und Bischoff in seiner unverkennbaren Art und Weise einnetzen und den Score zum Schlussresultat von 20:14 erhöhen.

Ein Sieg ohne Glanz, mit vereinzelten Leckerbissen wie Steigers Backhandknaller in den Bügel. Zum Schluss müssen die Lehren aus den Fehlern in der Defensive gezogen werden. Gelingt dies, steht einer erfolgreichen Cup-Kampagne nichts mehr im Wege.

Der UHC Elgg bedankt sich bei den zahlreichen Fans und Helfern und dem Unparteiischen, welcher die Partei bis zum Schluss souverän leitete.

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